WENDLAND - Geschichte
Das WENDLAND - das Land der WENDEN und der RUNDLINGSDÖRFER, das Land der SLAWEN, GERMANEN und der DEUTSCHEN - war immer Grenzgebiet, immer eine stille Region und doch immer wieder am Puls der Zeit.
In den wirren Zeiten der Völkerwanderung ab dem 7. Jahrhundert kamen der ersten slawischen Siedler über die Elbe. Später, ab Otto dem Großen im hl. römischen Reich dt. Nation ab etwa 1100 entstanden unter der Regie der neuen Obrigkeit die slawischen Runddörfer.
Noch heute gibt uns ihre Entstehung und Erhaltung viele Rätzel auf. Warum baute man so einheitlich "in die Runde" ? Waren es Viehkrale, Kultplätze oder Verteidigungsanlagen ? Wie lebten die slawischen Siedler in ihren neuen Dörfer. Wo leben heute die slaw. Nachkommen ? Ihr allmähliches Verblassen in der Geschichte der letzten 1000 Jahre ist ein weiteres Geheimnis.
Das WENDLAND war in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg eine vergessene Region des Zonenrandgebietes direkt am eisernen Vorhang. Schon vor einigen Jahrzehnten entdeckten Ruhe suchende Menschen die Region als Rückzugsgebiet aus der Hektik des Alltags. So ist es seither geblieben.
Die heute bunte Bevölkerung aus Einheimischen und Zugereisten hat eine wahrhaft einzigartige Kunst- und Kulturlandschaft geschaffen. Das ganze Jahr über gibt es ein vielfältiges Angebot regionaler und überregionaler Künstler aus Musik, Malerei, Bildhauerei und Kunsthandwerk. Die wendische Lebensart ist entstanden.
Friedemann Neddens

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